Silikonfugen im Bad erneuern? Mit diesem einfachen Trick gelingen saubere Fugen wie vom Profi
Mit der Zeit können sich Silikonfugen im Badezimmer lösen oder Risse bekommen. Dadurch dringt Feuchtigkeit ein und Schmutz sowie Schimmel finden ideale Bedingungen, um sich auszubreiten. Anstatt sofort einen Handwerker zu beauftragen, können Sie die Silikonfugen mit etwas Geduld selbst erneuern. Mit den richtigen Materialien und einer sorgfältigen Vorbereitung gelingt das auch Heimwerkern.
Warum sollten alte Silikonfugen ersetzt werden?
Silikon schützt die Übergänge zwischen Fliesen, Dusche, Badewanne und Waschbecken vor eindringendem Wasser. Wird die Fuge porös oder löst sie sich ab, kann Feuchtigkeit hinter die Fliesen gelangen. Dort entstehen häufig Schimmel und unangenehme Gerüche.
Deshalb sollte beschädigtes Silikon möglichst früh entfernt und ersetzt werden.
Das benötigen Sie
Für die Arbeit brauchen Sie:
- Hochwertiges Sanitär-Silikon
- Silikonpistole
- Cuttermesser mit scharfer Klinge
- Spülmittel
- Kaltes Wasser
- Aceton oder Nitroverdünnung zum Entfetten
- Saubere Tücher
- Kleines Kunststoffstück oder Fugenglätter
- Schimmelentferner (bei vorhandenen Schimmelspuren)
Schritt 1: Altes Silikon vollständig entfernen
Schneiden Sie die alte Silikonfuge vorsichtig mit einem scharfen Cuttermesser auf beiden Seiten ein. Anschließend lässt sich das Silikon meist in einem Stück herausziehen.
Kontrollieren Sie danach sorgfältig die gesamte Fuge. Auch kleine Silikonreste sollten vollständig entfernt werden, damit das neue Silikon später optimal haftet.
Schritt 2: Schimmel beseitigen
Befindet sich hinter der alten Fuge Schimmel, sollte dieser zuerst behandelt werden.
Tragen Sie einen geeigneten Schimmelentferner auf und lassen Sie ihn entsprechend der Herstellerangaben einwirken. Anschließend die Fläche gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen.
Nur auf einer sauberen und trockenen Oberfläche hält das neue Silikon dauerhaft.
Schritt 3: Fläche gründlich entfetten
Vor dem Auftragen des neuen Silikons müssen alle Klebeflächen fettfrei sein.
Reinigen Sie die Fugen mit Aceton oder Nitroverdünnung und wischen Sie anschließend mit einem sauberen, trockenen Tuch nach. Dieser Arbeitsschritt ist besonders wichtig und entscheidet oft über die Haltbarkeit der neuen Fuge.
Schritt 4: Neues Silikon auftragen
Schneiden Sie die Kartuschenspitze passend zur Fugenbreite schräg an.
Tragen Sie das Silikon möglichst gleichmäßig in einem durchgehenden Zug auf. Arbeiten Sie ohne Unterbrechungen, damit eine saubere und gleichmäßige Fuge entsteht.
Schritt 5: Fuge glätten
Mischen Sie etwas Spülmittel mit Wasser und besprühen Sie sowohl die frische Silikonfuge als auch den Fugenglätter großzügig damit.
Ziehen Sie die Fuge anschließend langsam und gleichmäßig ab. Überschüssiges Silikon wird dabei entfernt und die Oberfläche erhält eine glatte, professionelle Form.
Bei Bedarf kann der Fugenglätter zwischendurch gereinigt und erneut mit der Spülmittellösung benetzt werden.
Schritt 6: Aushärten lassen
Nach dem Glätten sollte die Silikonfuge mindestens 24 Stunden vollständig trocknen.
Während dieser Zeit sollte die Dusche oder Badewanne möglichst nicht benutzt werden. Erst nach vollständiger Aushärtung erreicht das Silikon seine maximale Stabilität und Dichtigkeit.
Zusätzliche Tipps
- Verwenden Sie ausschließlich hochwertiges Sanitär-Silikon.
- Arbeiten Sie immer auf sauberen, trockenen und fettfreien Flächen.
- Entfernen Sie sämtliche Silikonreste vor dem Neuauftragen.
- Lassen Sie sich beim Glätten genügend Zeit und arbeiten Sie gleichmäßig.
- Halten Sie die Trocknungszeit unbedingt ein.
Fazit
Neue Silikonfugen verbessern nicht nur die Optik Ihres Badezimmers, sondern schützen dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schimmel. Mit sorgfältiger Vorbereitung, hochwertigem Material und etwas Geduld lässt sich das Ergebnis nahezu wie vom Profi erzielen. Wer regelmäßig beschädigte Fugen erneuert, verhindert teure Folgeschäden und sorgt langfristig für ein sauberes und hygienisches Badezimmer.
