Besen mit Salz und Essig reinigen: Diese einfachen Haushaltstricks erleichtern den Alltag

Ein Besen kommt fast täglich mit Staub, Haaren und Schmutz in Berührung. Mit der Zeit können sich seine Borsten verformen, verkleben oder unangenehm riechen. Bevor man ihn ersetzt, lohnt sich eine gründliche Reinigung. Auch einige ungewöhnliche Hilfsmittel wie Klebeband, eine Plastiktüte oder eine alte Strumpfhose können das Kehren erleichtern.

Besen über Nacht in Salz und Essig einweichen

Für die Reinigung wird eine ausreichend große Schüssel oder ein Eimer mit warmem, jedoch nicht kochendem Wasser gefüllt. Anschließend kommen etwa 500 Milliliter Haushaltsessig und eine halbe Tasse Salz hinzu.

Den Besenkopf vollständig in die Flüssigkeit tauchen und mehrmals kräftig hin- und herbewegen. Dabei lösen sich Staub und festsitzende Verschmutzungen aus den Borsten. Danach kann der Besen über Nacht in der Mischung stehen bleiben.

Am nächsten Morgen wird er gründlich mit klarem Wasser abgespült und mit den Borsten nach unten an einem gut belüfteten Ort getrocknet. Die Behandlung kann verklebte Kunststoffborsten reinigen und ihnen wieder mehr Festigkeit geben. Bei empfindlichen Naturfasern sollte die Mischung jedoch zuerst an einer kleinen Stelle getestet werden.

Eine solche Grundreinigung ist ungefähr alle sechs Monate sinnvoll – bei häufiger Benutzung entsprechend öfter.

Haare mit breitem Klebeband aufnehmen

Haare und Fusseln verfangen sich besonders schnell zwischen den Besenborsten. Ein Streifen breites, transparentes Klebeband kann dabei helfen.

Das Band sollte etwas länger als der Besenkopf sein. Es wird so um den unteren Teil der Borsten gelegt, dass ein klebriger Abschnitt den Boden berührt. Beim Kehren bleiben Haare, Fusseln und gröbere Schmutzpartikel daran haften. Nach der Reinigung wird das Klebeband vorsichtig abgezogen und entsorgt.

Dieser Trick eignet sich vor allem für glatte Böden. Auf empfindlichem Parkett sollte das Klebeband nicht direkt über die Oberfläche gezogen werden.

Mit einer Plastiktüte schneller kehren

Eine dünne Plastiktüte kann verhindern, dass Haare und Staub an den Borsten hängen bleiben. Dazu wird die Tüte über den Besenkopf gezogen und am Stiel locker befestigt.

Durch die Reibung können leichte Haare und Fusseln leichter zusammengeschoben werden. Der Schmutz sammelt sich auf dem Boden und lässt sich anschließend einfacher auf die Kehrschaufel befördern. Wichtig ist, die Tüte nach der Benutzung zu reinigen oder sachgerecht zu entsorgen.

Alte Strumpfhose als Staubfänger verwenden

Auch eine ausgediente Feinstrumpfhose kann dem Besen zu mehr Reinigungskraft verhelfen. Ein Stück des feinen Gewebes wird über den Besenkopf gezogen und sicher befestigt.

Beim Kehren entsteht eine leichte elektrostatische Wirkung, durch die feiner Staub, Tierhaare und Fusseln am Stoff haften bleiben können. Besonders unter Möbeln und in schwer erreichbaren Ecken ist diese Methode praktisch. Danach lässt sich der Stoff ausschütteln oder waschen und erneut verwenden.

Badezimmer mit Besen und Mikrofasertuch reinigen

Ein Besen mit langem Stiel kann die Reinigung von Fliesen und Duschwänden erleichtern, weil man sich weniger bücken muss. Eine kleine Menge Rasierschaum wird auf den Borsten verteilt und anschließend dünn auf den Fliesen aufgetragen.

Nach etwa 15 Minuten Einwirkzeit werden die Flächen mit einem feuchten Tuch abgewischt. Zum Trocknen kann ein Mikrofasertuch mithilfe eines Gummibands am Besenkopf befestigt werden.

Rasierschaum sollte nur sparsam verwendet werden, da Rückstände den Boden rutschig machen können. Naturstein, unbehandeltes Holz und andere empfindliche Materialien müssen vorher an einer unauffälligen Stelle getestet werden. Bei starken Kalkablagerungen oder Schimmel reicht diese Methode meist nicht aus.

Zahnpasta als mildes Reinigungsmittel

Normale weiße Zahnpasta enthält feine Putzkörper und kann deshalb bei kleinen Verschmutzungen helfen. Sie eignet sich beispielsweise für robuste Metallgegenstände, einige Schmuckstücke oder schwer erreichbare Stellen im Kühlschrank.

Eine kleine Menge wird mit einem weichen Tuch aufgetragen und vorsichtig verrieben. Danach muss die Oberfläche gründlich feucht abgewischt und getrocknet werden. Bei Schmuck, beschichteten Flächen, weichen Metallen und glänzendem Kunststoff ist Vorsicht geboten: Die Schleifpartikel können Kratzer verursachen.

Schimmel sollte nicht einfach mit Zahnpasta überdeckt werden. Bei größeren oder wiederkehrenden Stellen muss zuerst die Ursache der Feuchtigkeit beseitigt und ein dafür geeignetes Reinigungsverfahren verwendet werden.

Gasbrenner gründlich und sicher reinigen

Fett, Staub und Speisereste können die Öffnungen eines Gasbrenners verschmutzen und das Flammenbild beeinträchtigen. Vor der Reinigung muss der Herd vollständig ausgeschaltet und abgekühlt sein. Wenn möglich, sollte außerdem die Gaszufuhr geschlossen werden.

Die abnehmbaren Brennerteile können in warmem Wasser mit etwas Spülmittel eingeweicht werden. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit einer weichen Bürste und etwas Natron bearbeiten. Nach ungefähr 30 Minuten werden die Teile abgespült und sorgfältig getrocknet.

Die kleinen Öffnungen dürfen nicht vergrößert oder mit Gewalt bearbeitet werden. Vor dem Wiedereinsetzen müssen alle Teile vollkommen trocken sein. Brennt die Flamme weiterhin ungleichmäßig oder gelblich, sollte der Herd von einer Fachperson überprüft werden.

Für die Herdoberfläche kann ein geeigneter Küchenreiniger verwendet werden. Eine Abdeckung mit Frischhaltefolie hält das Mittel während der kurzen Einwirkzeit feucht. Das darf ausschließlich bei kaltem, ausgeschaltetem Herd geschehen. Danach werden Folie und Reinigungsreste vollständig entfernt.

Fazit

Viele einfache Haushaltsgegenstände lassen sich vielseitiger einsetzen, als man zunächst vermutet. Ein Bad aus warmem Wasser, Salz und Essig kann einen verschmutzten Kunststoffbesen auffrischen. Klebeband, Plastiktüten und alte Strumpfhosen helfen beim Aufnehmen von Haaren und feinem Staub. Entscheidend ist jedoch, jede Methode an das jeweilige Material anzupassen und empfindliche Oberflächen zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen.

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