Dank eines alten Großmuttertricks: So verschwindet Schimmel aus dem Haus
Schimmel tritt besonders häufig in feuchten Räumen wie Badezimmern und Küchen sowie an Fensterrahmen auf. Manchmal bleibt er lange unbemerkt, weil er sich hinter Möbeln, unter Teppichen oder unter Tapeten ausbreitet. Neben unschönen Flecken kann Schimmel auch die Raumluft und die Gesundheit beeinträchtigen.
Warum entsteht Schimmel?
Die wichtigste Ursache ist Feuchtigkeit. Sie kann durch unzureichendes Lüften, undichte Leitungen, eindringendes Regenwasser, Wärmebrücken oder eine schlecht abgedichtete Dusche entstehen. Auch das Trocknen von Wäsche in geschlossenen Räumen erhöht die Luftfeuchtigkeit.
Damit der Schimmel nicht zurückkehrt, muss deshalb zuerst die Feuchtigkeitsquelle gefunden und beseitigt werden. Ohne diese Maßnahme hilft selbst eine gründliche Reinigung nur vorübergehend.
So lässt sich Schimmel vorbeugen
Einige einfache Gewohnheiten können das Schimmelrisiko deutlich verringern:
- Räume mehrmals täglich kurz und kräftig lüften.
- Badezimmer und Küche nach dem Duschen oder Kochen sofort lüften.
- Wäsche möglichst nicht in geschlossenen Wohnräumen trocknen.
- Möbel mit etwas Abstand zu kalten Außenwänden aufstellen.
- Undichte Stellen, Risse und Wasserschäden frühzeitig reparieren.
- Die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer kontrollieren.
Großmutters Reinigungstrick mit Borax und Essig
Für kleine, oberflächliche Flecken auf abwischbaren Flächen kann folgende Mischung verwendet werden:
- 2 Esslöffel Borax
- 60 Milliliter weißer Haushaltsessig
- 500 Milliliter warmes Wasser
Alle Zutaten vorsichtig in eine Sprühflasche geben. Die betroffene Stelle leicht einsprühen und die Lösung etwa eine Stunde einwirken lassen. Anschließend die Fläche mit einem Schwamm reinigen, mit klarem Wasser nachwischen und vollständig trocknen.
Borax darf nicht verschluckt werden und sollte außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahrt werden. Beachte stets die Sicherheitshinweise auf der Verpackung. Essig ist außerdem nicht für säureempfindliche Materialien wie Naturstein geeignet.
Alternative mit Natron und Seifenwasser
Auch Natron eignet sich zur Reinigung kleiner Flecken auf robusten, abwischbaren Oberflächen. Dafür Natron mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste vermischen und auf die betroffene Stelle auftragen.
Die Paste ungefähr eine Stunde einwirken lassen. Danach vorsichtig mit einer Bürste oder einem Schwamm bearbeiten und mit mildem Seifenwasser nachreinigen. Zum Schluss die Fläche mit klarem Wasser abwischen und gründlich trocknen.
Reinigungsmittel niemals wahllos miteinander kombinieren. Besonders chlorhaltige Produkte dürfen keinesfalls mit Essig, Säuren oder Ammoniak vermischt werden, da gefährliche Dämpfe entstehen können.
Sicherheit geht vor
Bei der Reinigung sollten Handschuhe, Schutzbrille und ein geeigneter Atemschutz getragen werden. Lebensmittel, Kleidung und Kinderspielzeug müssen vorher aus dem Bereich entfernt werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt außerdem, möglichst staubarm zu arbeiten und eine Verteilung der Sporen in andere Räume zu verhindern. Hinweise des Umweltbundesamtes
Kleine, oberflächliche Stellen von weniger als etwa einem halben Quadratmeter können gesunde Personen häufig selbst behandeln. Bei größerem oder wiederkehrendem Befall, befallenen porösen Materialien sowie bei Atemwegserkrankungen, Allergien oder einem geschwächten Immunsystem sollte eine Fachfirma eingeschaltet werden. Informationen der Verbraucherzentrale
Entscheidend ist nicht allein das Entfernen der sichtbaren Flecken: Nur wenn die Ursache der Feuchtigkeit dauerhaft behoben wird, lässt sich verhindern, dass der Schimmel erneut auftaucht.
